Archiv für die Kategorie ‘Road to Adelaide’

Dienstag – Ceduna nach Port Augusta – 468 km

2 Oktober, 2007

Heute haben wir endlich eine gescheite Internetverbindung!

Um 08:15 haben wir im Ceduna Motel gefruehstueckt.

ceduna-03.jpg

Ein Teil die Bucht von Ceduna

Dann ging es erst ins Tourist Office fuer Informationen fuer die Weiterfahrt und um die Bestaetigung zu bekommen, dass Mimi auch wirklich den Nullarbor durchquert hatte.

ceduna-04.jpg

Seht ihr – die Mimi hat es doch geschafft!

Als naechstes besuchten wir das Aboriginal Arts Centre, denn in Ceduna sind ueber 50% der Einwohner Aboriginal und somit gibt es darunter viele Kuenstler. Mimi und wir haben uns Original Gemaelde gekauft, Fotos folgen erst spaeter, denn sie sind jetzt gut verpackt fuer die Reise. Dann mussten wir schnell Brot kaufen fuer lunch und Post aufgeben und noch tanken bevor wir uns auf die Eyre Highway begaben – ca. um 11:30 Uhr – Richtung Port Augusta.

ceduna-05.jpg

Wir haben immer noch nicht die Haelfte geschafft

Der erste Stop war in einem Ort mit einem Geheimnis, wir mussten dieses Geheimnis finden – wir fanden es ganz schnell (der Ort war sehr klein) : ein Bootssteg ohne Wasser (siehe foto)

ceduna-06.jpg

Die Kueste ist mindestens 100 km von hier

In Poochera haben wir Mittagsstop gemacht, picnic war abegesagt,denn es erreichte bereits 38 Grad und war sehr windig. Wir haben deshalb lieber im Roadhouse gegessen, dieser Ort war bekannt fuer die „Dinosaur Ants“ (Ameisen). Es gibt hier ein Ort nach dem anderen mit Weizen Silos, Bahnanschluss und Ortschaft dahinter, ca 100 Einwohner – sonst aber nicht viel.

Highlight des Tages ist der Pidappa Rock, 15 km von Minnipa entfernt (zum Teil auf Dirt road) – es ist aehnlich wie Wave Rock in WA , denn wir vermissten, da es nicht auf unserer Strecke lag – es war aber sehr heiss noch immer 38 Grad, und auf dem Rock noch heisser. Mimi blieb im Auto, waehrend Phil den Rock bestieg und viele Fotos machte

ceduna-07.jpg

ceduna-08.jpg

ceduna-09.jpg

ceduna-10.jpg

ceduna-11.jpg

Fotos von Pidappa Rock

Um ca. 17 Uhr erreichten wir Kimba, der halbe Weg zwischen Perth und Sydney.

ceduna-13.jpg

Jetzt haben wir endlich die Haelfte geschafft!

Es gibt hier auch den Big Galah.

ceduna-12.jpg

Dann mussten wir aber wirklich schauen, dass wir es bis nach Port Augusta schaffen fuer heute Abend. Am Weg sahen wir noch Iron Knob – den Geburtsort der Australischen Eisenerz Industrie – die Mine ist schon seit 1998 stillgelegt, es gibt aber noch andere Minen in der Umgebung.

iron-knob-01.jpg

Blick ueber Iron Knob

40 km vor Port Augusta hatten wir wieder Telefonverbindung, damit wir unsere Uebernachtung organisieren konnten. Die Airconditioning im Zimmer funktioniert wunderbar, Mimi friert (wie im Winter). Wir haben Wetterbericht gehoert und heute war es in Ceduna der heisseste Ort in ganz Australien mit 38 Grad. Ueber Nacht kommt ein change mit Abkuehlung und morgen soll es um 23-25 Grad werden- eine angenehme Temperatur zum Reisen. Wir haben im Motel Restaurant gegessen, Mimi hat sich Chicken Tandoori bestellt, welches aber so scharf war, dass nicht einmal ich es essen konnte, und so haben wir alle unser Essen getauscht. Der arme Phil, der Kangaroo bestellte, hat Tandoori Chicken gegessen, ich habe sein Kangaroo gespeist, und Mimi hat mein Chicken gegessen. Morgen geht es weiter nach Mildura am Murray River – 423 km muessen wir fahren.

Sonntag – Balladonia nach Eucla

30 September, 2007

Um 7 Uhr ging der Wecker los, wir fruehstueckten in unserem kleinen Zimmer und waren um 08:50 unterwegs.

nullabor-01.jpg
Verschiedene Tiere auf der Strasse

Bald waren wir am Anfang der laengsten geraden Strecke in Australien.

nullabor-02.jpg

Die Roadtrains waren auch schon alle frueh unterwegs und holten uns alle ein als wir unseren ersten (Klo-)Stop in Caiguna machten.

nullabor-03.jpg

Road Trains und Wohnwagen
nullabor-04.jpg

Road Trains und Audi

Auch die Pensionisten Caravans waren schon unterwegs. Doch man muss zugeben wir haben mehr Roadkill (tote Kangaroos am Strassenrand ) gesehen als Autos.

Unser picnic lunch war geplannt in der Madura Pass Oase

nullabor-06.jpg

Blick ueber „nichts“ von Madura Pass
nullabor-07.jpg

- doch es gab nur ein Klo, viele Fliegen aber keinen picnic Tisch.

Die Schilder muss man genau lesen, manche zeigen ein P = nur ein Parkplatz fuer LKW oder es zeigt an einen Baum mit Tisch = hoffentlich gibt es wirklich einen Tisch, oder es zeigt an, dass es auch ein Klo gibt (oft genannt 24 Stunden Klo = d.h. man darf dort auch ueber Nacht campen).
Ca. 20 km weiter gab es doch einen picnic Platz mit einigen Tischen ( und ein 24 Stunden Klo) – und noch mehr Fliegen. Wir haben blitzschnell unseren picnic Tisch vorbereitet, die Fliegen trugen uns fast alles weg bevor wir es in den Mund kriegten. Ausserdem hatte es bereits 32 Grad erreicht und da wir im Nullabor sind, sind the Baeume sehr klein und werfen kaum Schatten.

nullabor-08.jpg

Wir plannten dann in Mandrabilla zu tanken, wo es den billigsten Sprit im Nullabor gibt. Vor jeder „Orts“ einfahrt gibt es ein besonderes Schild.

nullabor-05.jpg

Phil hat versucht zu tanken, es stoppte nach 33 cents, er ging ins office und meldete, dass die Pumpe nicht funktionierte. Der Tankwart meinte „dann haben wir wohl keinen Sprit mehr“ und rechnete die 33 cents (= 220 ml Benzin) auch ab. Ausserdem haben sie schnell ein Schild gemacht „out of order“ und haengten es an die Pumpe, damit sie niemand mehr stoerte. Ein anderer Reisender meinte wir haetten ein sehr oekonomisches Auto …. da wir nur 33 cents bezahlt haben fuers tanken. Wir erklaeten ihm, dass die Pumpe leer ist und er meinte, er haeete wohl Glueck gehabt, denn er konnte noch volltanken, er hatte naemlich wirklich nichts mehr im Tank. So – was machen wir jetzt mitten in der Wueste ohne Sprit? Zum Glueck hat der Audi einen grossen Tank und wir koennen noch ca. 100 km fahren – unser Ziel fuer heute ist Eucla, nur 68 km weiter.

Wir checkten ein, heute haben wir 2 Zimmer mit gemeinsamen Bad & Klo. Mimi legte sich gleich aufs Bett und wollte faul sein. Doch wir haben das nicht zugelassen, denn wir hatten noch etwas vor fuer heute.

nullabor-09.jpg

nullabor-10.jpg

Blicke ueber die Kueste in die naehe vom Hotel

Wir muessen die alte Telegrapenstation besichtigen, die vom Sand verschlungen wurde …

nullabor-11.jpg

nullabor-12.jpg

Diese war 1877 die wichtigste Kommunikationsstation zwischen Perth und Adelaide, die W.A. mit dem Rest des Kontinents verband.

nullabor-13.jpg

Blick von die alte Telegrapenstation Richtung Eucla Roadhouse

nullabor-21.jpg

Ankunft in Eucla

nullabor-22.jpg

Tankstelle, Hotel, Restaurant, Pub, einfach alles

Eucla ist das groesste von allen Roadhouses am Nullabor und es gibt auch ein „schoenes“ Restaurant wo wir zu abend gegessen haben. Die Kellnerin war ein „kalb“ sie verstand uns nicht und rechnete auch nicht alles ab. Aber wir waren ehrlich, denn wir dachten es waere vielleicht ihr erster Tag am job. Das Essen hat einigermassen geschmeckt (ausnahmsweise auch Mimi). Wegen der Verwirrung mit der Zeitumstellung, haben wir heute morgen unsere Uhren schon 45 Minuten vorgestellt und heute abend auch nochmal 45 Minuten vorgestellt damit wir schon auf S.A. Zeit reisen morgen – die Grenze zu Sued Australien (S.A.) ist nur 18 km weit weg.

Endlich darf Mimi ist Bett gehen und lesen und schlafen, damit sie fuer die morgige Fahrt wieder fit ist. Morgen hoffen wir endlich Mimi einen Wal zu zeigen, denn wir fahren ganze nahe an der Kueste entlang. (Mimi glaubt es nicht … wir werden schon sehen, Phil hat ja auch einen Wal schon im Nullabor gesehen am hinweg)

Sonntag – Fahrt nach Adelaide

9 September, 2007

Nach einem leckeren Abendessen und eine gute Flasche Brown Brothers Rotwein, haben wir gut geschlafen. Um 7 Uhr gab es Fruehstueck und um 8 Uhr waren wir schon unterwegs. Ein frisher Morgen bei 12 Grad aber einwunderschoener blauer Himmel. Die Hay Ebene war zum Teil eine trostlose Gegend mit Salzmarsch und anderseitswo irrigiert wird, riesengrosse Weizenfelder.

hay-plains-1.jpg

Schwaerme von Galahs (Papageinart mit Rosa Bauch) waren am Strassenrandund flogen weg als wir vorbeikamen – leider konnte ich nur 4 erwischen mit der Kamera.
galahs.jpg

Auch Emus haben wir etliche gesehen, wie auch die ueblichen Kangaroos die dem Verkehr zum Opfer fallen, obwohl es kaum
Verkehr gibt, hauptsaechlich Doppel-LKWs mit Vieh (Schweine und Schafe).

Von Hay gings durch Victoria nach Suedaustralien, wo wir an der Grenze bei Pinnaroo diesmal gestoppt wurden – es war diesmal Ernst mit der Quarantaene und wir mussten unser Obst and Gemuese entweder abgegen oder auf der Stelle essen. Da es schon12:30 war haben wir einen Mittagsstop gemacht, leider nicht ein idylischer Platz in der Sonne am Ufer des MurrayRivers, nein – das Bild sagt alles…..
pinnaroo-quarantine.jpg
pinnaroo-lunch.jpg

Ausserdem war es saukalt , der Wind hat geblasen und rundherum bildete sich ein Gewitter.Ohne grossse Pause gings weiter und da wir sehr gut vorankamen, haben wir einen Stop gemacht in Hahndorf – ein historishes deutsches Dorf, ca 20 km entfernt von Adelaide. Dort haben aufgestockt an Mettwurst, Pfefferoni und deutschem Brot, damit Phil auch was zum knabbern hat, wenn er die grosse Reise durch den Nullarbor antritt.
hahndorf-cafe.jpg

Ausserdem haben wir schnell ein Zimmer in Adelaide gebucht, last minute bookings zum Sonderpreis, doch diesmal war der Minipreis auch ein Minizimmer, Mama wuerde nicht in das Badezimmer hineinkommen.
adelaide-hotel.jpg

Ausserdem ist the airconditioning kaput und gerade heute wurde es 25 Grad in Adelaide.Waren um 17:00 hier, eigentlich war es 16:30 Adelaide Zeit. Heute abend regnet es und morgen soll es in Perth 5 – 17 Grad werden. Gehen schoen Abendessen in der Rundle Mall, wo die besten Restaurants von Adelaide sind.

Morgen frueh faehrt Phil allein los bis nach Ceduna ca. 760 km . Dienstag ist erster stop im Nullarbor , Mittwoch wird er schon in Coolgardie sein (Gold gegend) mit Ankunft in Perth am Donnerstag Abend. Ich freue mich schon auf Mamas Ankunft morgen abend. Melde mich erst wieder am Donnerstag oder Freitag, denn Phil wird Laptop behalten.

Samstag – Abfahrt von Sydney

8 September, 2007

Um 08:30 ging es los von St Ives – leider regnet es noch immer …

Die Reise ging ueber Goulbourn, Gundagai, Tarcutta, Gumley Gumley, Wagga Wagga, Narrandera, Waddi bis nach Hay (hier gibt es viele Heuhaufen). Wir sind um 16:30 angekommen und uebernachten heute im Comfort Inn Motel (die haben wireless ungeschuetzt, und so koennen wir umsonst bloggen).

comfort-inn-motel-hay.jpg

Unser Motel in Hay

Die Hay Plains ist eine Ebene im Ausmass von 4,400,000 ha = eine der flachsten Gebiete der Erde (das stimmt es war eine ziemlich trostlose Gegend…) Das Dorf schlaeft auch schon um 16:30 am Samstag, nicht einmal die Tankstellen hatten geoeffnet!

Bis nach Gundagai gab es Regen und ca. 10 Grad, in Gumley endlich etwas Sonnenschein, rechtzeitig fuer unser erstes picnic.

lunch-at-gumly-gumly.jpg

Mittagessen in der Naehe von Gumly Gumly

Das bestand aus all den Ueberresten vom Eiskasten ( ein schoener Salat mit geraeuchtern chicken, avocado und parmesan wie auch ein gutes Brot von unserem Deutschen Baeker). Die Temperatur stieg dann bis auf 22 Grad so um 15:00. Unser einziges Hindernis waren the Kuehe hinter Wagga Wagga.

cows-crossing.jpg

Eine war sogar sehr mutig ….

cow2.jpg

Zum Glueck hatte es nicht das gleiche Schicksal wie soviele arme Kangaroos die wir am Strassenrand gesehen haben ( mindestens 20+)

Ausserdem mussten wir unser gutes Obst in die Tonne werfen in Narrandera, wegen „fruit flys“. Es gab soviele Fliegen um die Tonne, die dann in unser Auto flogen, und wenn wir aufgehalten worden waeren, haetten wir erst die fruit flys dabei gehabt sogar ohne unser Obst. Ich war aber schlau, denn ich habe die Mandarinen und Kiwis einfach geschaelt und nur die Schalen weggeworfen.

Insgesamt haben wir heute 760 km zurueckgelegt genau den halben Weg nach Adelaide. Morgen gehts bis Adelaide, wo ich dann meinen lieben Mann verlassen werde und er wird dann alleine weiterfahren ueber den Nullarbor.